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BEHANDLUNG bei CLUSTER-KOPFSCHMERZ

Zu einer ausführlichen Darstellung der Krankheit "Cluster-Kopfschmerz" gelangen Sie hier: www.cluster-kopfschmerz.org (einfach anklicken).  

Behandlung bei Cluster-Kopfschmerz (chronischer und episodischer):

Ein statistischer Erfolgsvergleich unterschiedlicher Behandlung smaßnahmen wird durch die Tatsache erschwert, daß ein episodischer Cluster-Kopfschmerz schubartig verläuft, d.h. monatelange, in Ausnahmefällen sogar jahrelange schmerzfreie Intervalle kennzeichnen diese Kopfschmerzform. Ein chronischer Cluster-Kopfschmerz kommt eher seltener vor.
Wie bei den anderen primären
(= nicht auf eine andere Krankheit zurückzuführende) Kopfschmerzen ist es auch beim Cluster-Kopfschmerz oftmals erforderlich, die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten nacheinander auszutesten, um die optimale herauszufinden.

Behandlung der akuten Cluster-Kopfschmerz -Attacke:

Wegen der häufig kurzzeitigen Attackendauer kommen meist nur solche Methoden zur Anwendung, die innerhalb weniger Minuten wirken können. Orale (= Tabletten, Tropfen) und rektale (= Zäpfchen) Verabreichung von z.B. Ergotam in ist daher nur bei längerer Anfallsdauer sinnvoll. 
Die Einatmung von reinem Sauerstoff über Maske ist eine bewährte Methode zur Kupierung des Anfalls. Die Verabreichung über eine Nasensonde ist meist nicht ausreichend. Diese Methode hat den Vorteil, daß entsprechende Geräte zum häuslichen Gebrauch auf Kosten der Krankenkassen verordnet werden können. 
Im Gegensatz zur akuten Migräneattacke spricht der akute Cluster-Kopfschmerz in der Regel auf die
therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) an. Bewährt hat sich die Betäubung der schmerzseitigen Nerven supraorbitalis (ca. 1 ml), supratrochlearis (ca. 0,5ml), jeweils am zugehörigen Austrittspunkt, und die großzügige flächenhafte Infiltration des dominanten Schmerzareals im St irn- /Schlä fenbereich. Bei Schmerzausstrahlungen in den Oberkie fer muß der Infraorbitalis-Nerv ebenfalls blockiert werden (1-2ml). Das Lokalanästhetikum (= örtliche Betäubungsmittel) der ersten Wahl ist bei uns das langwirkende Bupivacain 0,5% (z.B. Carbostesin®). In hartnäckigen Fällen führen wir diese Behandlung mit gutem Erfolg konsequent 2 bis 3 mal täglich durch, auch an Wochenenden, was jedoch nur unter stationären Bedingungen durchführbar ist. 
Wiederholte Blockaden des Gangl ion stel latum (= vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich) bzw. auch des Gangl ion cerv icale superius (= vegetative Schaltstelle im Rachenbereich) mit einem langwirkenden Lokalanästhetikum können ebenfalls sehr hilfreich sein.
Empfohlen wird auch eine nasale Instillation
(= in die Nase eingebracht) von 1 ml 4%iges Lidocain (Xylocain®) (= ein mittellang wirkendes örtliches Betäubungsmittel) bei 45 Grad rekliniertem (= überstrecktem) und 30-40% zur betroffenen Seite rotiertem Kopf (Pfaffenrath 1988).

Wirksam ist beim Cluster-Kopfschmerz (chronischer und episodischer) auch Ergotam in. Nachteilig ist, daß sich bei häufigem Gebrauch ein ergotaminbedingter Dauerkopfschmerz (Ergotam in-Kopfschmerz) ausbilden kann. Wegen des schnellen Wirkungseintrittes kann auch Dihydroergotamin (Hydergin®) i.m. (i.v.) gegeben werden (1-2mg), evtl. kombiniert mit 1g Metamizol (z.B. Novalgin®). 
Das Migränetherapeutikum Sumatriptan (Imigran®) ((aber auch Zolmitriptan (AscoTop 2,5®,) Naratriptan (Naramig®), Rizatriptan (Maxalt®), Almotriptan (Almogran®), Frovatriptan (Allegro®) und Eletriptan (Relpax®)) ist auch beim Cluster-Kopfschmerz sehr wirksam, insbesondere unter die Haut gespritzt (6 mg) (auch mit Autoinjektor vom Patienten selbst injizierbar), ansonsten 100mg oral
(= durch den Mund). Bei Wiederauftreten von Schmerz en maximal zwei Applikationen in 24 Std. Häufiger wurde über ernstzunehmende Nebenwirkungen berichtet, auch in den Medien. Bei Beachtung der Anwendungsbeschränkungen kann das Verhältnis von Wirksamkeit und Verträglichkeit jedoch als günstig angesehen werden (Tfelt-Hansen 1993). Wegen des relativ hohen Preises dürfte Sumatriptan (und andere Triptane) allerdings erst dann zum Einsatz kommen, wenn andere Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen.

Cluster-Kopfschmerz -Prophylaxe (= Vorbeugung) :

Als Mittel der Wahl gilt der Calcium-Antagonist Verapamil (z.B. Isoptin®) (= eigentlich ein Mittel gegen hohen Blutdruck, aber auch beim Cluster-Kopfschmerz wirksam). Dosierung: bis zu 3-4x 80 mg pro Tag, in der ersten Woche einschleichend. Der Wirkungsmechanismus von Verapamil bei Cluster-Kopfschmerz ist unbekannt. 
Neue Dosierung
: In hartnäckigen Fällen wird Verapamil bei
Cluster-Kopfschmerz (chronischer und episodischer) mit gutem Erfolg sehr viel höher dosiert: bis 500 mg/Tag (und mehr), initial unter ständiger Blutdruck- und Pulskontrolle. 
Als Mittel der 2. Wahl kann beim Cluster-Kopfschmerz Lithium empfohlen werden (z.B. Hypnorex®, Quilonum®)
(= eigentlich ein Mittel gegen die Depression, aber auch zur Vorbeugung bei Cluster-Kopfschmerz wirksam). Lithium soll bereits unterhalb des empfohlenen Serumspiegels beim Cluster-Kopfschmerz wirksam sein. 
In hartnäckigen Fällen und unter strenger Abschätzung des therapeutischen Risikos im Verhältnis zu einem möglichen Nutzen, kann eine Kortikoid-Behandlung versucht werden, z.B. mit Prednisolon®. Empfohlene Dosierung: 1-4. Tag 80mg, 5- 8 Tag 70mg, dann jeweils nach 4 Tagen die Dosierung um weitere 10mg reduzieren. 
Der Serotonin-Antagonist Methysergid (Deseril ret.®)
(= ein Mittel, das dem Gewebshormon Serotonin entgegenwirkt) kann auch zur Cluster-Kopfschmerz -Prophylaxe verwendet werden. 
Teilweise wird empfohlen, zur Cluster-Kopfschmerz -Prophylaxe regelmäßig täglich Ergotam in zu verabreichen. Wegen der Gewöhnungsgefahr und der hohen Wahrscheinlichkeit, damit den gefürchteten Ergotam in-Kopfschmerz zu induzieren, muß davor dringend gewarnt werden.

Zur Cluster-Kopfschmerz -Prophylaxe (= Vorbeugung) hat sich bei uns auch die wiederholte therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) wie bei der Akutbehandlung sehr bewährt. Manchmal werden auch in der schmerzseitigen Hinterkopfregion Schmerz en angegeben; in diesem Fall blockieren wir dann auch die Nerven occipitales major und minor. Optimal ist diese Behandlung unter stationären Bedingungen, weil dann diese Behandlung konsequent 2x täglich, auch an Wochenenden, über einen Zeitraum von 2-3 Wochen durchgeführt werden kann. Unter dieser Behandlung fallen in der Regel die Schmerzat tacken zunehmend milder aus, um im Idealfalle allmählich wegzubleiben.

Nichtmedikamentöse Maßnahmen beim Cluster-Kopfschmerz:

Anders als z.B. bei der Migräne spielen beim Cluster-Kopfschmerz (chronischer und episodischer) psychische Faktoren eine eher untergeordnete Rolle, so daß diesbezüglich nur allgemeine Maßnahmen empfohlen werden können, so z.B. im Rahmen einer psychologischen Mitbetreuung ein Schmerzbewältigungstraining. Transkutane Nervenstimulationen mittels Niederfrequenzgenerator über Klebeelektroden (TENS) haben beim Cluster-Kopfschmerz (chronischer und episodischer) nur selten einen positiven Effekt.


 

A Akupunktur (www.stumpfschmerz.de/akupunktur), ambulante Schmerztherapie, Amputation, Antiaging Klinik, Antidepressiva (www.anti-depressiva.de),
B Bandscheibenschaden, Behandlung bei Cluster-Kopfschmerz, Biofeedback (www.bio-feed-back.de), Borreliose (www.bor-reliose.de),
C Chronischer Schmerz (www.schmerz-chronischer.de) (1), chronischer-schmerz (www.chronischer-schmerz.org)
D Diskopathie, Dysästhesie,

E EMDR, Entzündung, Entzug, Entzugsbehandlung,
F Fortbildung Spezielle Schmerztherapie,
G Ganglion stellatum, Grenzstrangblockaden, Gürtelrose-Schmerzbehandlung
H
Hypästhesie, Hyperalgie, Hyperpathie, Hypnose bei Schmerz, Hypnosebehandlung, Hypnotherapie
I
Imagination, invasive Schmerztherapie, Ischias,
K
kontinuierliche NervenblockadeKopfschmerzmittel, Kopfschmerztherapie, Krebsleiden, Krebspatienten,
L Leitungsblockaden, Lokalanästhetica, Lokalanästhetika (www.lokalanaesthetika.de), Lokalanästhetikum,
M
Magnetfeldtherapie (www.1-magnetfeldtherapie.de), Mammaamputation, medikamentöse Schmerztherapie, Migränebehandlung, Migränevorbeugung, Mittel gegen den Schmerz,
N Neoplasma, Nervenblockaden,
Nervendurchtrennung, Nervenerkrankung, Nervenwurzelblockaden, Neuroleptika (www.neuro-leptika.de),
O Opiat-Analgesie, Opiattherapie, Opioid, Osteoporoseschmerz
P Parästhesie, Prophylaxe bei Migräne,
Psychologische Schmerzbehandlung (www.schmerzbehandlung-psychologische.de), psychologische Schmerztherapie (1), psychologische Schmerztherapie (www.schmerztherapie-psychologische.de) (2),
Q Querschnittsyndrom
R Rektumresektion,
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S Schmerz (www.1-schmerz.de)(1), Schmerz (www.bing-horton.de/schmerz)(2), Schmerz-Akupunktur, Schmerz bei Gürtelrose / Schmerz nach Gürtelrose,
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T Therapie bei Kopfschmerz, Therapeutische Lokalanästhesie, Therapie bei Krebsschmerz, Therapie bei Migräne, Therapie bei Schmerz, Tumorleiden, Tumorpatienten, Tumorschmerzen (www.tumor-schmerzen.de),
U Überlastungssyndrom,
V  Vorbeugung der Migräne, Vulvodynia
W Weiterbildung Spezielle Schmerztherapie,
Wurzelblockaden,
Z zentraler Schmerz,
Zentrum für Schmerztherapie (www.xn--zentrum-fr-schmerztherapie-6zc.de),

Links zu empfehlenswerten Einrichtungen:

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Schmerzklinik: www.schmerzklinik-1.de